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Wie ist unser Verein entstanden?

 

Alle Kinder sollen wieder gesund werden und die schwere Behandlung so komplikationslos wie möglich durchstehen. Alle erkrankten Kinder, ihre Eltern und Geschwister erleben diese Krankheit als existentielle Bedrohung. Viele neue, unlösbar erscheinende Probleme, Sorgen und Ängste bestimmen für lange Zeit den Alltag. In dieser Situation suchen viele Kontakt zu gleichfalls betroffenen Familien. Deshalb hat sich im Frühjahr 1991 eine Gruppe von Eltern betroffener Kinder zu einer Selbsthilfegruppe zusammengeschlossen und den Verein gegründet. Familie Liebert aus Suhl war die ersten Jahre der Motor des Vereins. Mit Hilfe von Elterngruppen aus Würzburg und Essen, sowie der Itzel-Stiftung bauten einige wenige ein solides Fundament auf. Inzwischen gehören unserem Verein ca. 100 Mitglieder an.

Wilkommen auf der Internetseite der "Elterninitiative leukämie- und tumorerkrankter Kinder Suhl/Erfurt e.V."!

 

Ungefähr 1500 Kinder erkranken jährlich in Deutschland an Leukämie oder einem bösartigen Tumor. Die Krankheit ist eine ernsthafte Bedrohung, aber kein Todesurteil mehr. Dank des medizinischen Fortschritts sind die Heilungschancen groß und viele der erkrankten Kinder sind heute wieder gesund.

 

Aber der Weg bis zur endgültigen Heilung ist nicht nur für das Kind, sondern auch für die gesamte Familie sehr schwer. Nichts ist mehr wie vorher - eine Diagnose die das Leben der ganzen Familie verändert. Die körperlichen und seelischen Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie sind für das erkrankte Kind erheblich. Der Kampf gegen die Krankheit kostet aber allen Familienmitgliedern sehr viel Kraft. Alle Familien stehen nach der Diagnosestellung vor mehr als einer schweren Aufgabe. 

  • sie müssen Hoffnung spenden und sind hilflos
  • sie müssen das kranke Kind begleiten, dürfen aber die Geschwister nicht vergessen
  • sie müssen mutig sein und Kraft haben, sind aber zutiefst verzweifelt
  • sie haben Todesangst um ihr Kind, müssen aber gleichzeitig fröhlich sein
  • sie müssen Märchen vorlesen, spielen und trösten

 

 Unsere Elterninitiative hat sich vor über 20 Jahren als Selbsthilfegruppe gegründet, um hier Ansprechpartner zu sein, den Eltern und Familien beratend zur Seite zu stehen und Sie durch die schwere und lange Zeit der Therapie, sowie die erste Zeit danach zu begleiten.

 

Wir würden uns freuen, wenn auch Sie uns dabei unterstützen.

 

 
 

Kämpfen lohnt sich!

 

Jeder Tag meines Lebens ist ein Geschenk, das wird mir bewusst, wenn ich mich an die vergangenen Jahre erinnere. Schon drei mal musste ich um mein Leben kämpfen. Doch das Gefühl nicht aufzugeben, gaben mir meine Familie, meine Freunde, vor allem die Ärzte und die Krankenschwestern sowie die Elterninitiative, die mich immer wieder daran erinnerten, dass es sich lohnt nie aufzugeben.

Auch an die Villa erinnere ich mich gern zurück, dort konnte ich mal meine Sorgen vergessen und das tun, was ich am Liebsten mag.

 

Im Alter von fünf Jahren erkrankte ich das erste Mal an Blutkrebs, heute kann ich mich daran kaum noch erinnern, welche Schmerzen ich leiden musste. Zum Glück! Doch leider war dies nicht das letzte mal.

 

Mit 9 Jahren kam der Krebs wieder und an diese Schmerzen kann ich mich bis heute noch gut erinnern, ich ließ sie doch einfach über mich ergehen, um schnell wieder gesund zu werden. In dieser Zeit waren mir sogar die Ärzte und Krankgenschwestern ans Herz gewachsen, die mir halfen diese grausame Hürden zu überstehen.

 

Kaum war ich wieder gesund bekam ich mit 12 Jahren den nächsten Rückfall und dieser war schlimmer als alle anderen! Nun konnte mich nur noch eine Knochenmarktransplantation retten, die ich aber auch gut überstand.

 

Heute bin ich achtzehn Jahre und erinnere mich noch oft an diese schwere Zeit, aber ich bin auch froh, dass ich dieses wundervolle Leben genießen kann!

 

Theresa Dreßel, 2011